7 Prüfpunkte für echte Seniorität
1. Namentliche Staffing-Zusage im Vertrag.
Lassen Sie sich die konkreten Personen mit Profil zusichern und vereinbaren Sie ein Zustimmungsrecht bei Ersetzungen. Seriöse Anbieter haben damit kein Problem; ausweichende Antworten sind ein Warnsignal.
2. Relevante Erfahrung, statt Firmenerfahrung.
Fragen Sie nicht, wie lange jemand bei der Beratung arbeitet, sondern wie viele vergleichbare Vorhaben die Person verantwortlich begleitet hat. „Verantwortlich" heißt: mit eigenem Gestaltungsspielraum, nicht als Teammitglied im Maschinenraum.
3. Das Erstgespräch als Stichprobe.
Bringen Sie ein reales Problem aus Ihrem Vorhaben mit und beobachten Sie, wer antwortet. Der Partner oder das Team, das später liefern soll? Substanzielle Rückfragen sind ein besseres Zeichen als schnelle Patentrezepte.
4. Referenzen mit Rückrufoption.
Eine Referenzliste ist Marketing. Wertvoll wird sie, wenn Sie mit den genannten Kunden sprechen dürfen. Fragen Sie dort gezielt: Wer hat tatsächlich geliefert? Gab es Wechsel im Team? Wie wurde mit Problemen umgegangen?
5. Transparenz beim Personaleinsatz.
Lassen Sie sich monatlich ausweisen, welche Person wie viele Tage geleistet hat. Das diszipliniert und macht schleichende Junior-Substitution sichtbar.
6. Die Nein-Probe.
Fragen Sie den Anbieter, welche Aufträge er nicht annehmen würde und wo die Grenzen seiner Kompetenz liegen. Wer auf alles eine Antwort hat, hat auf nichts eine Gute.
7. Honorarmodell und Anreize.
Ein hoher Tagessatz für nachweislich senior besetzte Teams ist häufig wirtschaftlicher als ein niedriger Blended Rate, hinter der sich ein Junior-Hebel verbirgt. Rechnen Sie in Ergebnissen pro Euro, nicht in Tagessätzen.